
In Gesprächen mit Arbeitskolleginnen, Arbeitskollegen und Freunden stellten wir fest, dass die Themen Stress, Burnout und Mobbing auf ein ausgesprochen hohes Interesse stießen. Jede/r hatte eine eigene „Geschichte“ zu erzählen und wollte sogleich mehr Hintergrundinformationen zu unserem Vorhaben (Lehrveranstaltung „Psychosoziale Belastungen am Arbeitsplatz“) in Erfahrung bringen. Im Kontext sozialer Berufsfelder und selbst erlebter Erfahrungen scheint unser Thema bei den Betroffenen eine hohe Relevanz zu besitzen und das Bedürfnis zu wecken, sich damit auseinanderzusetzen. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Umwälzungsprozesse und veränderter Arbeitsabläufe, Studienbedingungen, Mittelkürzungen, hoher Arbeitslosigkeit und erhöhtem Konkurrenzdruck erfährt die Thematik ihre besondere Brisanz. Relativ neu und kaum erforscht ist das, was sich hinter den Begriffen "Bossing", "Boreout" und "Cyberbulling" verbirgt. Wir recherchierten gemeinsam, diskutierten und entwickelten eigene Positionen. Schnell waren wir uns darüber einig, dass dies ein wichtiger Bereich ist, der in eine sozialpädagogische Ausbildung gehört.
Die Umsetzung der Themen erfolgte unter Einsatz verschiedener Lehr- und Lernformen. Die Studierenden entwickelten bspw. anhand eines Fallbeispiels (Ansatz des "Problembasiertes Lernen") aus einem sozialen Arbeitsumfeld, eigene Lösungsansätze, wie sie als zukünftige Pädagoginnen und Pädagogen agieren würden. Unterstützt wurden sie bei ihrer Erarbeitung durch div. Inputs (Referate, Filme, Materialien etc.), die dann jeweils von einer Kleingruppe bearbeitet und anschließend der Gesamtgruppe vorgestellt wurden. Eine weitere hohe Anforderung an die Studierenden bestand darin, dass sie ihre Arbeitsergebnisse so aufbereiten mussten, dass am Ende der Veranstaltung eine Informationsseite entsteht, die für Außenstehende (hier das gesamte WorldWideWeb) zugänglich ist.
Dieses Projekt wird weitergeführt.
Sie finden am Ende eines jeden Semesters weitere, neue Informationen.